Zertifikatskurse

Qualifizierung zur Kinderschutzbeauftragten gem. §8a SGB VIII

vom07.02.2020

bis20.06.2020


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Kursnummer:

2019-1602

Dauer:

6 Tage jeweils von 8:30 - 16:00 Uhr

Dozenten:

  • Prange Kirsten

Preis:

650,00 €

Laut § 8a SGB VIII sollen die Träger der Jugendhilfe, also auch die Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten, Hort), sicherstellen, dass bei Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdung ein vorgegebenes Verfahren eingehalten und eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ zur Beratung hinzugezogen worden ist. Im Rahmen dieser Fortbildung werden die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten vermittelt, die es ermöglichen, in Fällen von Kindeswohlgefährdung in der KiTa als „insoweit erfahrene Fachkraft“ die pädagogischen MitarbeiterInnen zu beraten und im Umgang mit Gefährdungsfällen anzuleiten.

Ziele:
Die TeilnehmerInnen kennen die gesetzlichen Grundlagen, Standards und Abläufe im Kinderschutz und können diese anwenden.
Die Teilnehmerinnen können die Risiken im Einzelfall gemeinsam mit dem/den Rat suchenden MitarbeiterIn herausarbeiten und helfen, die Gefährdung adäquat einzuschätzen und die nächsten Schritte gemeinsam planen. Sie geben Hilfestellung bei der Einbeziehung der Sorgeberechtigten und Kinder in das Verfahren bzw. bei der Weitergabe der Fälle an das Jugendamt.

 

Zusatzinformationen

Inhalte bezogen auf drei Module:

Grundlagenwissen:

  • Definition Kindeswohlgefährdung
  • Gesetze zum Kinderschutz
  • Arten und Häufigkeiten von Kindeswohlgefährdung
  • Erkennen von Gefährdungslagen
  • Schutzauftrag des Jugendamtes und der Träger
  • Umgang mit Datenschutz
  • Gerichtliche Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung
  • Risikokonstellationen
  • Physische, psychische und sexuelle Misshandlung und Folgen
  • Vernachlässigung und Folgen
  • Kinder psychisch kranker Eltern/ suchtkranker Eltern
  • Kinder mit Migrationshintergrund

Risikoeinschätzung:

  • Risiko- und Schutzfaktoren
  • Bedürfnisse von Kindern
  • Erziehungsfähigkeit von Eltern
  • Einschätzung des Entwicklungsstandes des Kindes
  • Ressourceneinschätzung
  • Die sozialpädagogische Diagnose
  • Prognosen stellen

Gespräche mit Eltern im Gefährdungsfall

  • Möglichkeiten und Grenzen in Elterngesprächen
  • Belastete Kinder- belastete Eltern
  • Klären der Absichten und Rollen der Gesprächsteilnehmer
  • Techniken in der Gesprächsführung bei „schwierigen“ Themen
  • Vier Botschaften einer Nachricht, Ich- und Du- Botschaften
  • Konfrontation mit dem Verdacht
  • Widerstände im Gespräch
  • Motivation zur Veränderung
  • Gespräche mit Kindern

Beratung von Fachkräften in Kinderschutzfällen

  • Vielfalt der Methoden in der Beratung,
  • Vorstellen einzelner Methoden
  • Kollegiale Beratung: Vorstellung der Methode, Voraussetzungen und Ablauf
  • Praktisches Üben der Methode

Selbstschutz bei Beratung in Kinderschutzfällen

  • Professioneller Umgang mit belastenden Situationen im Kinderschutz
  • Klären der Rolle des Beraters
  • Selbstfürsorge, was hilft bei Dauerstress und emotionalen Belastungen
  • Selbstcoaching

Fallarbeit        

  • Darstellung eines Falles aus der Praxis
  • Darstellung der Gefährdungsmomente
  • Reflexion der Gespräche und des Ablaufes

Zielgruppe

ErzieherInnen und Pädagogische Fachkräfte aus dem Bereich der KiTa,  Kinderkrippe, Kindergarten und Hort, mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung

Termine

Modul von/bis Datum Dauer
1. Block 07.02.20 + 08.02.20 2 Tage
2. Block 24.04.20 + 25.04.20 2 Tage
3. Block 19.06.20 + 20.06.20 2 Tage