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Dozenten

Dr. Dorothea Emmerl

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Erziehungswissenschaftlerin

  • Bildungsforschung
  • Evaluationsforschung
  • Kooperation, transitäre Übergänge zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen

 

Dipl. Sozialpädagogin (FH)

  • Lehrtätigkeit an der Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Präventionsbeauftragte für Kindertageseinrichtungen
  • Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
  • Freiberufliche Fortbildungen für Erzieherinnen, Grundschullehrkräfte

 

Werklehrerin für den sozialpädagogischen Bereich

Fachakademie für Sozialpädagogik

Erzieherin, Kindergartenleiterin

Mehrjährige enge Zusammenarbeit mit dem Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP), München im Rahmen eines Modellprojektes zur „Förderung von Kindern aus Streusiedlungen und Einödhöfen“

Beschreibung des Werdegangs

Die Freude an der pädagogischen Arbeit mit Kindern, hat mich dazu bewogen, den Beruf der Erzieherin zu erlernen. Dabei galt von Anfang an mein besonderes Interesse den Kindern im Kindergarten- und Krippenalter. Sehr bereichernd waren für mich die Erfahrungen als Kindergartenleiterin, die begleitet waren von einer mehrjährigen intensiven Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in München. Hierbei standen Im Rahmen eines Modellprojektes, Land-Kind-Projekt zur „Förderung von Kindern aus Streusiedlungen und Einödhöfen“ die Orientierung an der Lebenssituation der Kinder, die Erprobung und Implementierung des situationsorientierten Ansatzes sowie die enge Kooperation aller am Bildungs- und Erziehungsprozess beteiligten Personen im Zentrum. In der Funktion als Präventionsbeauftragte zählten knapp 300 Kindertagesstätten, Horte und Netz-für-Kinder-Einrichtungen zu meinem Einzugsbereich. Dabei stand ich mit den jeweiligen pädagogischen Fachkräften über Multiplikatorenschulungen, Elternabende, Vorträge und Großprojekte in einem umfassenden pädagogischen Austausch. Während meiner beruflichen Tätigkeit im Bereich der mobilen Erziehungshilfen, der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) hatte ich zahlreiche Kontakte und interdisziplinäre Fachgespräche mit Vertretern der Jugendämter, verschiedener Fachdienste und pädagogischer Fachkräfte von Kindertagesstätten. Die Lehrtätigkeit an Fachakademien für Sozialpädagogik im ober- und niederbayerischen Raum eröffnete mir einen tiefen Einblick in die theorie- und praxisgeleiteten Ausbildungsbereiche angehender ErzieherInnen. Schwerpunkte meiner Lehrtätigkeit waren die Vermittlung von theoretischem, methodischem und handlungspraktischem Wissen über den Elementar- und Primarbereich, respektive Kindertagesstätten, Kinderkrippen, transitäre Übergänge und das Wahlpflichtfach Krippenpädagogik. Durch die wissenschaftliche Begleit- und Evaluationsforschung – eines von Schul- und Jugendämtern initiierten Fortbildungsprogramms zur Kooperation von Kindertagesstätten und Grundschulen im städtischen und ländlichen Erfahrungsraum – habe ich noch einmal mehr erkannt, wie wichtig eine übergreifend demokratische, vernetzte Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Einrichtungen ist. Im Verlauf der fünfjährigen Begleitstudie untersuchte ich die Wirksamkeit eines Bildungsprogramms zur Verbesserung der Kooperation zwischen ErzieherInnen und Grundschullehrkräften. Unter anderem bezog sich mein Interesse darauf grundsätzliche Qualitätsparameter von Weiterbildung zu rekonstruieren. Als Wissenschaftlerin haben Beobachtung und Dokumentation der pädagogischen Handlungspraxis einen hohen Stellenwert und so ist mein Fokus verstärkt auf die Analyse kindlicher Bildungsprozesse gerichtet. Seit zehn Jahren bin ich freiberuflich in der Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte des Kindertagesstättenbereichs und Grundschullehrkräfte tätig. Nicht zuletzt hatte ich über die ehrenamtliche Tätigkeit als Gemeinderätin, Jugendreferentin und Beauftragte für familiäre Kriseninterventionen Gelegenheit die kommunalpolitischen Aspekte von Gemeinden kennen zu lernen. Die Bedürfnisse von Kindern und Familien habe ich als dreifache Mutter, Elternbeirätin und Leiterin von Mutter-Kind-Gruppen unmittelbar erfahren. Aufgrund der Erfahrungen in den verschiedenen beruflichen Arbeitsfeldern erschließt sich für mich im Hinblick auf ein hohes Qualitätsniveau in der Praxis folgendes: Wenn wir anfangen die unterschiedlichen Quellpunkte handlungspraktischer Erfahrungen, wissenschaftlicher und theoretischer Erkenntnisse mit einer wertschätzenden beziehungsorientierten Haltung zu verbinden, potenzieren sich diese Wissensbestände: Wir haben damit den Schlüssel für eine hohe Qualitätsentwicklung pädagogischen Arbeit in der Hand.

Veröffentlichungen

Sind Söhne ohne Väter verloren?

 

 

 

» Inhaltsangabe:

Sind Söhne ohne Väter verloren? Untersuchung der Lebenssituation von Söhnen alleinerziehender Frauen am Beispiel eines Sozialpädagogischen Präventionsprojektes im ländlichen Raum.

Unveröffentlichtes Manuskript.

München 2000.

 

Forschung in der Frühpädagogik

 

 

» Inhaltsangabe Dissertation:

Kooperation zwischen Tageseinrichtungen und Grundschulen im Wandel. Qualitative Evaluationsstudie eines Bildungsprogramms für Elementar-und Primärpädagogen.

Hamburg 2008.

 

Kooperation zwischen Tageseinrichtungen und Grundschulen im Wandel

 

 

» Artikel:

Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im Wandel. In: Fröhlich-Gildhoff, Klaus; Nentwig-Gesemann, Iris; Haderlein, Ralf (Hrsg.): Forschung in der Frühpädagogik.

Materialien zur Frühpädagogik. Band 1.

Freiburg 2008.

 

 

Dokumentarische Evaluationsforschung

 

 

» Artikel Evaluation:

Zwischen Programmzielen und gewachsenen Handlungspraktiken.

Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte im Kooperationsprozess.

In: Bohnsack, Ralf; Nentwig-Gesemann, Iris (Hrsg.):

Dokumentarische Evaluationsforschung. Methodologie und Forschungspraxis. 2010